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15. Dezember 2011

Antje Jansen zur Studie ‚Herkunft zensiert?‘

DIE LINKE erneuert ihre Forderung nach differenzierten Lernberichten anstelle des Notensystems, das die soziale Herkunft mit bewertet.

„Wenn man versucht, Kinder schablonenartig von Eins bis Sechs zu bewerten, sind Fehler vorprogrammiert. Die gegenwärtige Benotungspraxis widerspricht auch den aktuellen pädagogischen Erkenntnissen. Noten motivieren die Kinder nicht beim Lernen, sie dienen lediglich der Ausgrenzung. Durch differenzierte Lernberichte kann der individuelle Wissensstand jedes und jeder Lernenden angemessen festgestellt und die nächsten Lernziele formuliert werden“, so Antje Jansen, sozialpolitische Sprecherin der LINKEN-Landtagsfraktion.

„Die Studie führt uns einmal mehr vor Augen, wie stark soziale Herkunft und Bildungserfolg in Deutschland zusammenhängen. Das Notensystem ist ein Spiegel unserer Gesellschaft. Bereits in der Schule wird unter den Schülerinnen und Schülern der Grundstein für Erfolgsdruck und Konkurrenzdenken gelegt. Schule darf nicht als Produktionsstätte von Humankapital gedacht werden. Sie hat den Auftrag, unsere Kinder in ihrer Entwicklung zu emanzipierten Mitgliedern einer demokratischen Gesellschaft zu unterstützen. Die Bildungsschranken müssen endlich beseitigt werden!“, so Jansen.

Schule muss nach Ansicht der LINKEN ein Ort sein, an dem die Kinder mit Spaß und Freude lernen, an dem ihre Neugier und nicht der Konkurrenzdruck geweckt wird.